Creutzburg

  • Sie teilt mit Weile und fragt dann, in Sichtweite:

    Vater? Du hast ganz besonders laut nach mir gerufen?

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    Ihre Fürstlichen Gnaden Erbprinzessin

    Meréile Antonia Sigridia von Creutzburg

    Erbprinzessin von Eulenthal

  • Ja, komm nur näher, mein Kind. Ich muss mit dir über etwas staatspolitisches Sprechen.

  • Sie verdreht leicht die Augen. Es ist wohl wieder Zeit, sich einen einfachen Sachverhalt kompliziert erklären zu lassen, weil ihr Vater glaubt, als Frau würde sie es sonst nicht verstehen.

    Solange, lieber Vater, dich der Wolf nicht verschlungen hat!

    Scherzt sie dann doch.

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    Ihre Fürstlichen Gnaden Erbprinzessin

    Meréile Antonia Sigridia von Creutzburg

    Erbprinzessin von Eulenthal

  • Kann - wie so oft - nicht wirklich folgen. Ob aus akustischen oder intellektuellen Gründen sei dahingestellt.

    Vigor vertritt mich nun schon eine ganze Weile auf der diplomatischen Ebene. Er macht das auch gut, aber er hat auch andere Verpflichtungen. Ich fürchte, dass unser aussenpolitisches Modell den Ansprüchen unserer neuen Position im Konzert der Nationen nicht mehr gerecht werden kann. Da du mich eines Tages beerben wirst, möchte ich Änderungen in diesem Bereich aber mit dir besprechen, bevor ich sie zur Umsetzung anrege.

  • Sie ist fast traurig, dass der Scherz mal wieder auf taube Ohren gestoßen ist. Sie hört ihm dennoch aufmerksam zu.

    Ich bin ganz Ohr, Vater. Du weißt, ich habe dich schon nach deinem Spitalaufenthalt darum gebeten, ein wenig kürzer zu treten und dich mehr auf mich, auf Vigor und auch auf Théo zu verlassen. Irgendwann, so Gott will in ferner Zukunft, müssen an deiner Stelle andere das Fürstentum regieren.

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    Ihre Fürstlichen Gnaden Erbprinzessin

    Meréile Antonia Sigridia von Creutzburg

    Erbprinzessin von Eulenthal

  • Ich denke daran, die aussenpolitischen Verantwortungen dauerhaft an einen Verwaltungsbeamten abzugeben. Ich - und in Zukunft auch du - würden nicht mehr ständig selbst in der Welt herumreisen, sondern die Alltagsarbeit einem Vertreter überlassen, der aus unserem Diplomatischen Dienst stammt. Ich würde diesem Amtsträger auch zugestehen, die aussenpolitischen Leitlinien mitzugestalten.

  • Sie überlegt und nickt dann.

    Nun, wenn du dieses Vorgehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt als hilfreich und notwendig ansiehst, dann stimme ich damit überein. Ein Karrierediplomat wird für ausländische Partner in Verhandlungen allerdings nicht das selbe Prestige haben wie ein Fürst, eine Erbprinzessin oder ein Prinz. :/

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    Ihre Fürstlichen Gnaden Erbprinzessin

    Meréile Antonia Sigridia von Creutzburg

    Erbprinzessin von Eulenthal

  • Da hast du vermutlich Recht, aber für andere Staaten verhandeln ja auch nur Minister. Vielleicht könnte man diese Position entsprechend aufwerten?...

  • Nun, wie ich es beschrieben hatte eben. Eine Art Generalbotschafter oder so. Ich könnte natürlich den Titel des Generalagenten, den dein Bruder ja im Moment trägt, wiederverwenden.

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